Werner: Nachschärfungen bei Corona-Schnelltestsystem nötig

31.05.2021 Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hält die Nachschärfung der Regeln für den Betrieb von Teststellen für Corona-Schnelltests sowie der Test-Abrechnungen für erforderlich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe dies in einer Abstimmung mit den Länder-Ressortchefs am Montag zugesagt, erklärte Werner einer Ministeriumssprecherin zufolge. Anders als in anderen Bundesländern ist in Thüringen laut Ministerium noch kein Verdachtsfall auf Unregelmäßigkeiten oder Betrug bei Abrechnungen bekannt. Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests ermitteln Behörden unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Ein Schild mit der Aufschrift „Kostenloser Corona-Schnelltest“ steht vor einem Testzentrum. Foto: Peter Kneffel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die seit März möglichen kostenlosen Schnelltests gibt es in Thüringen verschiedene Anbieter, die die Zentren für die kostenlosen Bürgertestungen betreiben. Viele Apotheken und Arztpraxen testen, aber auch Organisationen wie das DRK und private Unternehmen, die nicht zwingend aus dem Gesundheitswesen kommen. Pro getesteter Person werden dafür 18 Euro gezahlt, zuständig dafür ist der Bund.

Abrechnen müssen die Anbieter über die Kassenärztliche Vereinigung. Bis Mitte Mai fielen in Thüringen allein rund 8,3 Millionen Euro an Sachkosten an, wie aus einer Übersicht des Bundesamtes für soziale Sicherung hervorgeht. Weitere Leistungen im Zusammenhang mit den Bürgertests - etwa notwendige zusätzliche PCR-Tests bei positiven Schnelltests wurden mit rund 7,4 Millionen Euro beziffert.

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