Frauen aus Wirtschaft und Politik unterstützen Gründerinnen

17.06.2021 Einflussreiche Frauen aus Politik und Wirtschaft wollen es Start-up-Gründerinnen leichter machen ihre Ideen zu verwirklichen. Dafür haben sie das Netzwerk «encourageventures» gegründet.

«Encourageventures» will junge Unternehmen in allen Wachstumsphasen begleiten und unterstützen, solange mindestens eine Frau zum Gründerteam gehört. (Illustration). Foto: Sebastian Gollnow/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um Start-up-Gründerinnen den Zugang zu Kapital und Kontakten zu erleichtern, haben rund 60 Managerinnen großer Konzerne sowie Politikerinnen ein Unterstützernetzwerk gegründet.

Unter dem Namen «encourageventures» wollen sie junge Unternehmen in allen Wachstumsphasen begleiten und unterstützen, solange mindestens eine Frau zum Gründerteam gehört. Das Netzwerk verfolge den Ansatz, «Gründerinnen von der Gründungsidee bis zum Börsengang zu begleiten», teilte Initiatorin Ina Schlie mit. «Dabei ermutigen wir sie, die nächsten Schritte zu gehen, groß zu denken und stehen ihnen während ihres gesamten Wegs mit Kapital, Know-how und Kontakten beratend zur Seite.»

100 bis 200 Millionen Euro schwerer Fonds

Das Netzwerk stellt auch Geld zur Verfügung: Geplant ist demnach der Aufbau eines 100 bis 200 Millionen Euro schweren Fonds, aus dem Investitionen getätigt werden sollen. Dies soll unter anderem mit der Beteiligungsgesellschaft Auxxo geschehen.

Aus Sicht des Netzwerks haben es von Frauen geführte Start-ups nach wie vor deutlich schwerer, an Kapital zu kommen. «Nur fünf Prozent der Gründerinnenteams haben laut Female Founders Monitor 2020 bereits eine Millionen Euro oder mehr externes Kapital erhalten», teilte Alexa Gorman mit, die beim Softwarekonzern SAP die globalen Start-up-Aktivitäten leitet. «Bei den Gründerteams sind es dagegen rund 30 Prozent.»

Prominente Unterstützerinnen

Zu den Unterstützerinnen des Netzwerks gehören neben Schlie und Gorman unter anderen die frühere Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die Güterverkehrschefin der Deutschen Bahn, Sigrid Nikutta, sowie Douglas-Chefin Tina Müller.

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