Wie der LoL-Nachwuchs im Spring Split die LEC eroberte

16.04.2021 LEC-Finalsieger MAD Lions hat im Summer Split bewiesen, dass neben erfahrenen Teams auch Nachwuchsspieler die Liga erobern können. Für Rookie Elyoya kam der Titel in seiner ersten Saison in der LEC.

In seiner ersten LEC-Saison verhalf Nachwuchsspieler Javier «Elyoya» Prades Batalla (Mitte) seinem Team MAD Lions zum ersten LEC-Titel. Foto: Riot Games/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In einem spannenden Finale gegen Rogue hat MAD Lions am Wochenende den Titel in der europäischen League-of-Legends-Liga LEC gewonnen. Das Besondere an den Finalisten: Viele der Spieler sind «Rookies», also Nachwuchsspieler aus den kleinen Ligen.

Diese Rookies feierten sowohl ihr Debüt in der LEC, als auch im Finale. Darunter ist auch MADs Jungler Javier «Elyoya» Prades Batalla. 2020 spielte er noch in der spanischen Liga LVP und belegte mit seinem Team Movistar Riders den ersten Platz in der Sommersaison. Für den Spring Split der LEC nahm ihn MAD unter Vertrag.

Im jetzigen Teamgefüge würde Elyoya sich jedoch nicht als Neuling von seinen Kollegen abgrenzen: «Ich mag es nicht, mich als Rookie zu betrachten, weil ich letztendlich im selben Team bin wie meine Mitspieler», sagte der Spanier nach dem Finalsieg im Interview des LEC-Streams. «Ich habe die gleichen Chancen, das Team anzuführen und alles zu tun, um zu gewinnen.»

Nicht zu unterschätzen sei allerdings die Hilfe, die der Nachwuchs von erfahrenen Spielern im Team bekommt. Midlaner Marek «Humanoid» Brazda gilt mit seiner zweijährigen Erfahrung in der LEC als Teamkapitän bei MAD. «Marek ist derjenige, der mir am meisten beigebracht hat. Er weiß sehr viel über das Spiel und gibt es gerne weiter», sagte Elyoya.

Über diese Entwicklung freut sich der europäische E-Sport-Chef für LoL bei Riot Games, Maximilian Schmidt, besonders: «Für die LEC ist das eine gute Entwicklung. Es zeigt, was unser Investment in das ganze Ökosystem, also unsere europäischen regionalen Ligen und European Masters, für Früchte trägt», sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem Umbau in ein Partnerschafts-System der Ligen ist es nicht mehr möglich, sich als Team auf die höchste Ebene hochzuspielen. Deswegen habe man sich viele Gedanken über einen Anreiz zum Aufsteigen für junge Spieler gemacht. Durch den Erfolg der jungen Profis habe sich nun gezeigt, wie sehr sich diese Bemühungen gelohnt hätten. «Ein besseres Arbeitszeugnis kann man uns für dieses System nicht ausschreiben», sagte Schmidt.

Mit dem Finalsieg hat sich MAD auch für das Mid-Season Invitational (MSI) in Island qualifiziert. Erstmals schickt Europa ein anderes Team als G2 Esports oder Fnatic zu dem internationalen Turnier.

«Ich denke, ich habe mich sehr verbessert», resümiert Elyoya nach dem Ende des Finales. Für das MSI müsse man im Team aber noch viel an der Spielweise arbeiten. «Wir haben einen langen Weg vor uns, wenn wir internationale Teams schlagen wollen.»

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