Bobic: Frankfurts Saison war eine «glatte Eins»

19.05.2021 Eintracht Frankfurts scheidender Sportvorstand Fredi Bobic bewertet trotz des Verspielens der Champions League die Saison des hessischen Fußball-Bundesligisten mit einer «glatten Eins.»

Sportvorstand Fredi Bobic wechselt zur nächsten Saison zu Hertha BSC. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die lasse ich mir auch von niemandem kaputtreden», sagte der 49-Jährige im Interview der «Sport Bild». «Mit der Champions League wäre es eine Eins plus gewesen.»

Nachdem die Eintracht zuletzt mit dem 3:4 gegen Absteiger FC Schalke 04 die erstmalige Teilnahme an der Champions League verspielt hatte und die Saison als Fünfter beendet, war teils heftige Kritik lautgeworden. Bobic konterte: «Es ist die beste Spielzeit für Eintracht Frankfurt seit 25 Jahren. Die Art und Weise des Fußballs war sehr ansehnlich. Dazu kommt: Was hat man uns denn bitte vor der Saison zugetraut? Einen langweiligen Mittelfeldplatz», sagte Bobic: «Wir waren leider noch nicht so weit, den letzten Schritt zu gehen.»

Den Vorwurf, dass die Hessen nach seiner Wechselankündigung zu Hertha BSC und dem Abgang von Trainer Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach im Saisonendspurt einbrachen, lässt er nicht gelten. «Ich habe nicht ansatzweise das Gefühl gehabt, dass sich die Mannschaft dadurch - im Training, in der Vorbereitung, im gesamten Handeln - verändert hätte», sagte der frühere Nationalstürmer.

Vor allem die Kritik gegen Hütter (51) findet Bobic unberechtigt. Der Österreicher hatte im Februar noch gesagt, dass er bei der Eintracht bleibt. Im April kam dann die Wechselmeldung. «Adi Hütter hat es nicht verdient, wie mit ihm umgegangen wird. Er hat die letzten drei Jahre Überragendes für die Eintracht geleistet», sagte Bobic und bekräftigte, dass Hütters Entscheidung gegen Frankfurt erst in de Länderspielpause im März und nicht schon im Februar gefallen sei. Sich selbst stellt er nach fünf Jahren bei der Eintracht ein gutes Zeugnis aus: «Ich habe geliefert, ich habe Wort gehalten, was ich zu Beginn meines Engagements bei der Eintracht gesagt habe. Dass das jetzt manche so nicht mehr sehen wollen - das ist Teil des Business.»

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