Kiel hat Relegation sicher - Ein Sieg fehlt zur Bundesliga

14.05.2021 Holstein Kiel hat einen Lauf. Trotz doppelter Corona-Quarantäne eilen die Norddeutschen in der 2. Liga von Sieg zu Sieg. Nach dem 3:2-Krimi gegen Regensburg haben sie mindestens Platz drei (Relegation) sicher.

Die Kieler Spieler Phil Neumann (l-r), Hauke Wahl und Simon Lorenz halten nach dem Treffer zum 1:1 ein Trikot des verletzten Mannschaftskameraden Ahmet Arslan hoch. Foto: Frank Molter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Holstein Kiel hat die Gunst der Stunde genutzt und mindestens den Aufstiegs-Relegationsrang in der 2. Fußball-Bundesliga sicher.

Im Nachholspiel gegen Jahn Regensburg feierten die Norddeutschen nach großem Kampf mit 3:2 (1:1) ihren siebten Heimsieg in Serie. Bei zwei ausstehenden Spielen fehlt Holstein noch ein Sieg zum direkten Aufstieg in die Bundesliga.

Andreas Albers (16. Minute/Handelfmeter) und Albion Vrenezi (75.) brachten die Gäste zweimal in Führung, doch Fin Bartels (20.), Simon Lorenz (79.) und Alexander Mühling (83.) drehten die Partie. Hinter dem VfL Bochum (63 Punkte) ist Holstein 62) weiter Zweiter vor Greuther Fürth (58) und dem Hamburger SV (55) - und damit nicht mehr von einem Top-Drei-Rang zu verdrängen. Jahn Regensburg hielt lange gut mit, verpasste es durch das fünfte sieglose Match in Serie aber, sich vorzeitig den Klassenverbleib zu sichern.

«Man muss bei unserer Mannschaft zwei Dinge loben: Die Moral unserer Truppe, zweimal den Rückstand wettzumachen, und den absoluten Willen, den sie auch heute wieder an den Tag gelegt hat», sagte Holsteins Sportchef Uwe Stöver dem TV-Sender Sky. Abwehrspieler Lorenz fügte mit Blick auf die noch anstehenden Spielen beim Karlsruher SC und gegen Darmstadt 98 grinsend hinzu: «Den zweiten Platz wollen wir jetzt natürlich nicht mehr hergeben.»

Im sechsten Spiel nach der Corona-Quarantäne machte sich bei den Hausherren lange der Kräfteschwund bemerkbar. Nach dem sehenswerten Vrenezi-Tor sah auch alles nach einer Heimniederlage aus, doch der aufgerückte Lorenz mit seinem ersten Saisontreffer und Edeljoker Mühling ließen die zwar entkräfteten, aber unermüdlich kämpfenden Norddeutschen am Ende doch noch jubeln.

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