Europameisterin Krause stark - Speerwerfer Vetter verblüfft

07.02.2021 Die deutschen Leichtathleten sind zum Start ins Olympia-Jahr gut drauf. Gesa Krause läuft stark über 2000-Meter-Hindernis in der Halle in Dortmund. Kurz währt die Freude für Weitsprung-Star Malaika Mihambo, Speerwurf-Ass Johannes Vetter überzeugt draußen.

Gesa Krause lief beim Hallen-Meeting in Dortmund die 2000-Meter-Hindernis in 6:02,60 Minuten. Foto: Harald Tittel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Formkurve der deutschen Top-Leichtathleten geht zu Beginn des Olympia-Jahres schon beachtlich nach oben.

Beim Hallen-Meeting in Dortmund stellte die zweimalige Europameisterin Gesa Krause mit dem Sieg über die selten gelaufenen 2000-Meter-Hindernis in 6:02,60 Minuten ihre Klasse unter Beweis. Nach dieser Spitzenzeit ist mit ihr nach einem Durchhänger in 2020 wieder zu rechnen. Für die 3000-Meter-Hindernis-Weltklasseläuferin vom Verein Silvesterlauf Trier war es der zweite Start in diesem Jahr, nach ihrem Auftritt in Karlsruhe über 1500 Meter (4:15,38 Minuten).

Nur zwei Tage konnte sich Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo über ihre Weltbestleistung mit 6,77 Meter beim Berlin Istaf Indoor freuen. Im Fernduell landete die Schwedin Khaddi Sagnia in Dortmund bei 6,82 Meter. Der Stabhochsprung-Senkrechtstarter Torben Blech war im dritten Wettkampf binnen einer Woche etwas müde: Mit 5,65 Meter wurde der Ex-Zehnkämpfer aus Leverkusen in Dortmund Dritter. Zuvor hatte er in Düsseldorf seine persönliche Bestleistung auf 5,86 Meter gesteigert und war ebenso wie in Berlin (5,80) Zweiter geworden.

Eindrucksvoll hat Speerwurf-Ass Johannes Vetter unter freien Himmel bei einem kleinen Wettkampf in Offenburg seinen Anspruch auf eine (Gold-)-Medaille bei den Tokio-Spielen angemeldet. Gegen Konkurrenten aus Frankreich ließ er den Speer viermal jenseits der 83 Meter weit fliegen. Der weiteste Wurf wurde mit 87,27 Metern vermessen. «Auch wenn wir aus der Halle heraus geworfen haben: Es war kalt und ziemlich nass, dafür war's eine gute Leistung», sagte Vetter, dem 2020 mit 97,76 Meter eine deutscher Rekord-Wurf gelungen war.

Dagegen hatte sich Hürdenspezialistin Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) das Saisondebüt unter dem Dach anders vorgestellt. Über 60 Meter Hürden war die EM-Zweite über 100 Meter Hürden als Vorlauf-Letzte ausgeschieden. Den Sieg sicherte sich die Belgierin Eline Berings mit 8,20 Sekunden. Eine erfolgreiche Woche hatte der Spanier Orlando Ortega, der in 7,68 Sekunden sein drittes 60-Meter-Hürdenrennen in Serie gewann.

Gleich drei deutsche Läuferinnen unterboten über 1500 Meter die Norm für die Hallen-WM vom 4. bis 7. März in Torun/Polen. Die Berlinerin Caterina Cranz siegte in 4:10,33 Minuten vor Katharina Trost (München/4:10,56) und Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald/4:11,11). Dies verspricht, ein spannender Titelkampf bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in zwei Woche in Dortmund zu werden.

Welt-Leichtathlet Arman Duplantis sorgte international für das beachtlichste Ergebnis. Mit 6,03 Metern stellte der schwedische Stabhochsprung-Weltrekordler im französischen Rouen eine Weltjahresbestleistung auf. Drei Versuche, seinen Weltrekord von 6,18 Meter zu übertrumpfen, scheiterten.

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