Rekordschwimmerin Elendt: Topmotiviert Richtung Tokio

06.06.2021 In Abwesenheit von Florian Wellbrock und Sarah Köhler nutzen andere Schwimmer die Bühne bei den deutschen Meisterschaften. Anna Elendt stellt gleich zwei deutsche Rekorde auf. Ein 17-Jähriger glänzt mit zwei Titeln. Der Leistungssportdirektor zieht eine positive Bilanz.

Bei den Finals 2021 bereits mit dem zweiten deutschen Rekord: Brustschwimmerin Anna Elendt. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brustschwimmerin Anna Elendt nimmt dank zweier nationaler Rekorde aus den deutschen Meisterschaften viel Selbstvertrauen mit in die finale Olympia-Vorbereitung.

«Die harte Arbeit des Jahres zahlt sich aus», sagte die 19-Jährige in Berlin. «Aber Ausruhen ist jetzt trotzdem nicht angesagt. Ich fange direkt am Montag oder Dienstag wieder mit Training an. Es wird bis Tokio durchgezogen.» Dort wartet die Olympia-Premiere auf die Frankfurterin, die in den USA trainiert.

Zwei deutsche Rekorde

Anderthalb Monate vor dem Sommerspielen schlug Elendt im Rahmen der Finals 2021 über 100 Meter und über 50 Meter Brust in nationaler Bestzeit an. Auf der kürzeren Strecke blieb sie am Samstag in 30,67 Sekunden zehn Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke. Diese hatten sich auf der nicht-olympischen Strecke die Kölnerin Kerstin Vogel und die Berlinerin Dorothea Brandt geteilt. Über 100 Meter liegt der deutsche Rekord nun bei 1:06,50 Minuten, Elendt war klar schneller als Sarah Poewe zwölf Jahre zuvor.

In der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark testeten einige deutsche Schwimmer ihre Form vor den Olympischen Spielen. Topschwimmer wie Florian Wellbrock oder Sarah Köhler verzichteten dagegen auf die Wettkämpfe.

Positives Fazit vom Leistungssportdirektor

Der Leistungssportdirektor im Deutschen Schwimm-Verband Lutz Buschkow zog dennoch eine positive Bilanz der Finals, bei der sich auch die Wasserspringer um Rekordeuropameister Patrick Hausding in Berlin präsentierten.

Buschkow sprach von vielen «Weltklasseleistungen» und nannte Elendt und Hausding als Beispiele. «Die gemeinsame Austragung der Titelkämpfe beider Sportarten zeigte uns auch, dass dabei auf verschiedenen Ebenen neue Möglichkeiten entstehen. Diese möchten wir in Zukunft gern noch öfter nutzen und freuen uns daher schon auf weitere Auflagen der Finals, gern auch noch mit weiteren unserer insgesamt fünf olympischen Sportarten im DSV.»

Die Bühne im Berliner Schwimmbecken nutzte unter anderem der Leipziger Timo Sorgius. Der 17-Jährige holte sich nach dem Sieg über 200 Meter Rücken in 1:48,75 Minuten auch den Titel über 200 Meter Freistil. Er ließ gleich drei deutsche Tokio-Starter hinter sich. Über 200 Meter Freistil bei den Frauen siegte Olympia-Teilnehmerin Annika Bruhn in 1:57,92 Minuten. Die 28-Jährige verteidigte zudem ihren Titel über die halbe Distanz erfolgreich. Bei den Männern gelang das über 100 Meter Freistil Damian Wierling.

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