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Pixel 4: Es muss nicht immer ein iPhone sein

21.01.2020 - Android oder doch lieber iOS? Mit dem Pixel 4 von Google und dem iPhone 11 von Apple geht der fast schon religiöse Streit der Betriebssysteme in die nächste Runde. Ich rate dagegen: Behalten Sie kühlen Kopf und entscheiden Sie sich für das Smartphone, das Ihren Bedürfnissen am ehesten entspricht.

  • Das Triple-Kamera-Modul des Pixel 4 sieht dem des iPhone 11 Pro ziemlich ähnlich. © GoogleLLC / Markus

    Das Triple-Kamera-Modul des Pixel 4 sieht dem des iPhone 11 Pro ziemlich ähnlich. © GoogleLLC / Markus Mielek

  • Die Kamera des Pixel 4 ist brillant und vor allem im Low-Light-Bereich sogar besser als die des iPhone 11. © GoogleLLC / Markus

    Die Kamera des Pixel 4 ist brillant und vor allem im Low-Light-Bereich sogar besser als die des iPhone 11. © GoogleLLC / Markus Mielek

  • Das iPhone 11 gibt es in sechs, teils poppigen Farben zu kaufen. ©

    Das iPhone 11 gibt es in sechs, teils poppigen Farben zu kaufen. © Apple

  • Die Kamera des Pixel 4 ist brillant und vor allem im Low-Light-Bereich sogar besser als die des iPhone 11. ©

    Die Kamera des Pixel 4 ist brillant und vor allem im Low-Light-Bereich sogar besser als die des iPhone 11. © Apple

  • Das iPhone 11 Pro ist das kompakteste Gerät der neuen 11er-Serie und zeichnet sich durch ein charakteristisches Triple-Kamera-Modul aus. ©

    Das iPhone 11 Pro ist das kompakteste Gerät der neuen 11er-Serie und zeichnet sich durch ein charakteristisches Triple-Kamera-Modul aus. © Apple

  • Wer Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt, sollte lieber zum größeren Pixel 4 XL greifen. ©

    Wer Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt, sollte lieber zum größeren Pixel 4 XL greifen. © GoogleLLC

Früher das Auto, heute das Smartphone

Nur zu gut sind mir die Zeiten in Erinnerung, als das Auto das Statussymbol schlechthin war und sich vor allem die Herren der Schöpfung über ihren fahrbaren Untersatz definierten. Der eine mochte lieber Mercedes, der andere BMW, Sportwagen-Fans von Porsche und Ferrari lagen im Clinch und Saab fahrende Lehrer und Alfa fahrende Italophile hatten für den öden Geschmack der Masse nur ein müdes Lächeln übrig.

Genauso ist es heute auch, nur dass das Smartphone das Auto als Statussymbol längst abgelöst hat. Da Windows schon vor einigen Jahren selbstverschuldet scheiterte, ist die wesentliche Frage nun: iPhone oder Android? Nun, bei den Android-Usern gibt es zusätzlich ja die treuen Fans von Marken wie Samsung, Sony oder Huawei, doch die Verve, mit der sich iPhone-Jünger von der Masse der Androiden abgrenzen, ist schon einzigartig.

Der Apfel der Auserwählten

Das liegt auch an den Marktanteilen. Zu Spitzenzeiten lag Apple in Deutschland mal bei 25 Prozent, hat sich aber über die Jahre aber bei circa 20 Prozent eingependelt. Durch das Ableben von Windows geht der Löwenanteil von 80 Prozent hingegen an Android. Wer sich da für ein iPhone entscheidet, darf sich also durchaus zu einem elitären Zirkel zählen, zumal das aktuelle iPhone 11 mit mindestens 799 Euro (UVP) ein Einsteigermodell für eher Gutbetuchte ist.

Mir bekannte Apple-Fans schwören vor allem auf das geniale Design ihrer iPhones. Und so ganz Unrecht haben sie dabei nicht. Apple hat es geschafft über all die Jahre ein unverwechselbares Aussehen zu schaffen. Selbst das erste iPhone, das 2007 auf den Markt kam, ist den heutigen Modellen ähnlich. Zwar ist bei der iPhone-11-Serie kein Home-Button mehr an Bord, aber dafür zwei (iPhone 11) bzw. drei Kameras (iPhone 11 Pro) und auch die Dimension des Bildschirms ist von einstmals 3,5 auf bis zu 6,5 Zoll (iPhone 11 Pro Max) gewachsen, aber die Herkunft ist unübersehbar.

Pixel 4: Der iPhone-Klon von Google

Bei den Google-Smartphones ist diese Kontinuität nicht gegeben. Früher hießen die Dinger Nexus, heute Pixel. Die Hersteller wechselten, das Aussehen auch. Das Pixel 4, das neueste Modell aus dem Hause Google, wird interessanterweise vom traditionellen iPhone-Hersteller Foxconn in China gefertigt und sieht vielleicht deshalb dem iPhone 11 Pro ziemlich ähnlich.

Neben den abgerundeten Ecken weckt vor allem das fast quadratische Kameramodul Erinnerungen an das Apple-Modell, aber die Technologie ist eine völlig andere. Ich durfte das Pixel 4 für ein paar Tage testen und – siehe da – die Optimierung von Fotos durch künstliche Intelligenz steht der Apple-Technik in nichts nach. Im Low-Light-Bereich ist das Pixel 4 sogar besser, obwohl es mit 749 Euro (UVP) 50 Euro günstiger als das iPhone 11 ist.

Eines bleibt beim Pixel 4 hingegen unverständlich. Der Lautsprecher-Sound ist wirklich klasse und fast so gut wie bei Apple, aber ein hochwertiges Headset sucht man im Karton vergebens. So ist der Preisvorteil gegenüber Apple eigentlich nicht gegeben und wer richtig gute Kopfhörer kauft, gibt insgesamt sogar mehr Geld aus.

Großes Smartphone, großer Akku

Es gibt leider nur noch sehr wenige kompakte Smartphones in der Oberklasse, aber hier haben sowohl Apple als auch Google etwas zu bieten. Das Pixel 4 mit seinem 5,7-Zoll-Display ist ungefähr so groß wie das iPhone 11 Pro mit 5,8-Zoll-Bildschirm. Das iPhone 11 Pro ist allerdings mit 1.149 Euro (UVP) deutlich teurer.

Bei der Akkukapazität schlägt das iPhone 11 Pro aber das Pixel 4 mit 3.046 gegenüber 2.800 Milli-Ampèrestunden Kapazität. Kein Wunder also, dass das Apple-Smartphone in puncto Akkulaufzeit die Nase klar vorn hat. Das Pixel 4 kam bei mit bei ganz normaler Mischnutzung gerade so über den Tag, aber erfreulicherweise erfolgt die Aufladung mit dem mitgelieferten Netzteil superschnell. Wer Wert auf Durchhaltevermögen legt, ist mit dem größeren Pixel 4 XL mit seinem 3.700-Milli-Ampèrestunden-Akku besser aufgehoben.

Das Kreuz mit den Updates

Ein wichtiger Grund für Apple-Jünger sich für ein iPhone zu entscheiden ist die lange Versorgung mit Updates. Und auch das ist wahr, denn als Apple zuletzt seine jüngste Betriebssystem-Version iOS 13 präsentierte, galt das Update auf iOS 13 sogar noch für das iPhone 6s – und das kam 2015 auf den Markt. Möglich wird dies dadurch, dass Apple Hardware und Software zusammen entwickelt und so komplizierte Veränderungen des Betriebssystems wegen einer herstellereigenen Benutzeroberfläche wie bei Samsung & Co wegfallen.

Doch eine ausufernde Benutzeroberfläche gibt es auch beim Pixel 4 nicht. Das neueste Google-Smartphone greift den Apple-Ansatz auf und wartet direkt mit dem aktuellen Android 10 in Reinform auf. Zudem garantiert der Internet-Konzern eine Update-Versorgung bis Oktober 2022. Da jedoch schon die erste Pixel-Generation aus dem Jahr 2016 in der ersten Hälfte dieses Jahres ein Update auf Android 10 erhält, kann man getrost davon ausgehen, dass auch das Pixel 4 eine ähnlich lange Update-Versorgung bieten wird.

Ökosystem- statt Glaubensfrage

Sie werden sich jetzt fragen: „Was soll ich nun kaufen?“ Nun, das ist weniger eine Frage des Glaubens als vielmehr eine des vorhandenen Ökosystems. Wer ein Tablet oder einen Rechner aus dem Hause Apple nutzt, fährt mit einem iPhone natürlich besser, da dieses für die Integration in dieses Apple-Ökosystem konzipiert ist und Daten- und Cloud-Verwaltung so einfach von der Hand gehen.

Für Nutzer, die einen Rechner mit Microsoft Windows ihr Eigen nennen, ist ein Android-Smartphone durchaus eine sinnvolle Alternative, da Androiden vom Windows-PC leicht erkannt und die Verwaltung von Daten auf Cloud-Plattformen wie Dropbox oder OneDrive ebenfalls ganz easy ist.

Es muss ja auch kein 749 Euro teures Pixel 4 sein. Deutlich günstigere Smartphones mit reinem Android-Betriebssystem gibt es z.B. von Gigaset, Motorola oder Nokia und auch diese Modelle bringen eine zwei- oder sogar dreijährige Update-Garantie mit. Und die ist neben der Hardware ein wichtiger Faktor dafür, dass Sie an Ihrem neuen Smartphone lange Freude haben.

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