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"Der Barcelona-Krimi": Clemens Schick ermittelt wieder

19.05.2020 - Berühmt geworden ist er als Bond-Bösewicht. Seitdem spielt er regelmäßig in Hollywood-Filmen. Nun ist Clemens Schick erneut in der neuen ARD-Reihe "Der Barcelona-Krimi" als TV-Kommissar zu sehen. Wir trafen ihn exklusiv.

Er war schon Kellner, Mönchsanwärter und Model. Und auch vor der Kamera liebt der 48-Jährige die Vielfalt. Seine Vita reicht vom Bösewicht in "Casino Royale" bis zu seinem Solobühnenprogramm "Windows", mit dem er 2011 die Bundeswehr in Afghanistan besuchte.

 

Clemens Schick als TV-Kommissar

 

Mit 5,07 Millionen Zuschauern startete 2017 die ARD-Krimireihe "Der Barcelona-Krimi" mit Clemens Schick als eigenwilliger und verschlossener Kommissar Xavier Bonet sehr erfolgreich. Gemeinsam mit der aufgeschlossenen und selbstbewussten Ermittlerin Fina Valent (Anne Schäfer) ermittelt er nun erneut in zwei Fällen vor traumhaften Kulisse.

 

In "Entführte Mädchen" am Donnerstag, 21. Mai um 20.15 Uhr, jagen die beiden einen geistesgestörter Kindermörder. In ihrem vierten Krimi "Blutiger Beton" (Donnerstag, 28. Mai 2020, 20.15 Uhr im Ersten) müssen sie in einem Mordfall an einem korrupten Baulöwen ermitteln. Beide Filme wurden von der preisgekrönten Regisseurin Isabell Šuba ("Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste") inszeniert. Die Drehbücher stammen von Peter Koller ("Entführte Mädchen") und Timo Berndt ("Blutiger Beton").

 

Schick verrät im Interview mit GOLDENE KAMERA, wie sehr er sich in Barcelona Zuhause gefühlt hat: "Barcelona ist eine Stadt, die ich sehr schätzen gelernt habe. Die Lage am Mittelmeer ist unglaublich schön. Es ist aber auch eine Stadt mit einem hohen Konfliktpotenzial. Die Fälle des 'Barcelona-Krimi' spiegeln den Rhythmus der Stadt wider. Mein Rollen-Vater ist Bürgermeister der Stadt und meine Ermittlungsarbeiten kollidieren mit seiner Tätigkeit. Es geht um Korruption, Menschenhandel und so lernen wir durch die Charaktere, aber auch durch die Fälle, die Stadt Barcelona kennen."

 

Vom Theater auf die Leinwand

 

Der gebürtige Tübinger kann sich seine Rollen aussuchen. Dabei brach er sein erstes Studium an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm nach nur einem Jahr ab, um als 22-Jähriger in ein Kloster des Franziskaner Ordens in der Nähe von Lyon zu gehen. Doch nach 8 Monaten zieht es ihn weg von der Einsamkeit nach Berlin, wo er sein Studium an der Berliner Schule für Schauspiel wieder aufnimmt. Um das Geld für seine Ausbildung zu verdienen, nimmt er unzählige Nebenjobs an: als Landschaftsgärtner, Kellner, Türsteher und Model.

 

Seinen Abschluss macht er 1997 und prompt folgen Engagements am Staatsschauspiel Dresden, Schauspiel Frankfurt, dem Schauspielhaus Wien, den Sophiensaelen Berlin, Kampnagel in Hamburg, am Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 2001 wagt er den Schritt auf die Kinoleinwand und spielt einen kleinen Part als deutscher Unteroffizier im Kriegsfilm "Enemy of the Gates". Nur fünf Jahre später folgt der internationale Durchbruch. An der Seite von Daniel Craig spielt er in "James Bond 007: Casino Royale" die Rolle des Bösewichts Kratt.

 

Doch er lässt sich nicht in eine Rolle drängen und liebt es, sich in unterschiedliche Charaktere hinein zu denken und Geschichten zu erzählen: "Das ist das Geschenk meines Berufs. Eine Leidenschaft, die schon immer da war, die ich als Kind ausgelebt habe und später am Theater, jetzt lebe ich diese im Film aus." So übernimmt er genauso gerne Rollen in Arthouse-Filmen wie "Cindy liebt mich nicht" (2010), "Praia do Futuro" (2014) oder "Es war einmal Indianerland" (2017).

Auch bei Netflix kann man ihn sehen, als Entführer unseres Nachwuchspreisträger von 2013 Max von der Groeben in "Kidnapping Stella". In der 2. Staffel "Das Boot" ist er neu zum Cast hinzu gestoßen und spielt den knallharten Korvettenkapitän Johannes von Reinhartz. Über seine Rolle sprach er mit uns im Video-Talk:

 

Auch politisch aktiv

"Ich habe immer mehr den Wunsch, politischer zu werden. Ich engagiere mich für Human Rights Watch, ich bin Botschafter der Hugo Tempelman Stiftung in Südafrika und ich bin Sozialdemokrat. Ich merke immer mehr, dass das auch eine Leidenschaft von mir ist, die ich glücklicherweise mit meinem Beruf gut vereinbaren kann," verrät Clemens Schick im Interview. Um einen Raum für Diskussionen und Austausch zu schaffen, veranstaltet er in seiner Wohnung einen Salon, zu dem er Politiker, Schauspieler oder Menschen mit gemeinsamen Interessen einlädt.

Während der Corona-Pandemie ist das natürlich unmöglich. So hat er sich aufs Land zurück gezogen und genießt die "neue Besinnlichkeit". Denn er hat Glück, bisher wurden keine Filmstarts oder Produktionen mit ihm gesagt.

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