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Studie zu Bedarf der Wirtschaft nach Wasserstoff erscheint

Wasserstoff ermöglicht die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. Zahlreiche Unternehmen in der Lausitz wollen deshalb umsatteln. Wie hoch der Bedarf ist, zeigt eine Studie.
Kraftwerk auf Wasserstoffbasis
Auf einem großen Wasserstoffspeicher ist die Aufschrift «Wasserstoff» zu lesen. © Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Für den Umbau der Energieregion Lausitz weg von der Kohle hin zu erneuerbaren Energien rückt das Thema Wasserstoff zunehmend in den Fokus. In einer Studie werden dazu an diesem Montag in Cottbus Bedarfe für Unternehmen und potenzielle Erzeuger in der Region vorgestellt. Die Analyse zum Thema «Wasserstofftransportnetz für die Lausitz» zeige, dass das Interesse der Wirtschaft mittlerweile groß sei, sagte Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) der Deutschen Presse-Agentur. Die WRL ist Auftraggeber der Studie. Die Analyse könne dazu beitragen, zu klären, in welchem Umfang ein Wasserstofftransportnetz ausgebaut werden müsse.

Beispielsweise Gewerbegebiete im Süden und Unternehmen wie der Chemieriese BASF am Standort Schwarzheide setzen auf die Wasserstofftechnologie. Mit der wissenschaftlich begleiteten Bedarfserfassung könnten die Planungen einer Lausitzer Wasserstoff-Pipeline weiter vorankommen, die auch in der Wasserstoff-Strategie des Landes entscheidend ist.

Zudem könnte der mögliche Verlauf einer Wasserstoffpipeline mit Hilfe der Analyse weiter Gestalt annehmen. Bedarf hat beispielsweise der Industriepark Schwarze Pumpe an der brandenburgisch-sächsischen Grenze. Im Februar hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dort für den Aufbau eines Wasserstoff-Speicherkraftwerks zwei Förderbescheide in Höhe von 28,5 Millionen Euro übergeben. Es soll Blaupause für die Kraftwerke der Zukunft werden. Ab 2025 soll grüner Wasserstoff hergestellt werden.

Auch für H2-Ready-Kraftwerke, die einmal die Kohlekraftwerke ersetzen sollen, braucht es ein Wasserstoffnetz. Das Energieunternehmen Leag will an bisherigen Kraftwerksstandorten wie etwa Jänschwalde neue innovative wasserstofftaugliche Gaskraftwerke errichten.

Die Ergebnisse der Studie seien eine gute Grundlage, um das Thema in der Lausitz voranzubringen, schätzte der WRL-Geschäftsführer ein. Doch die Kosten für das Wasserstofftransportnetz seien enorm. Deshalb würden verschiedene Finanzierungsmodelle geprüft, darunter auch der mögliche Einsatz von Strukturstärkungsmitteln. «Es geht aber auch um die Einführung der Wasserstofftechnologie insgesamt. Wer dort vorn ist, dem gehört auch die wirtschaftliche Zukunft und wir tun gut daran, als Region vorn zu sein.»

Brandenburgs Energieminister Jörg Steinbach (SPD), der bei der Vorstellung der Studie dabei sein wird, hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass grüne Energie als Voraussetzung für eine Standortentwicklung ernster genommen werden müsse. Die Ansiedlung weiterer Unternehmen hänge davon ab, wie Brandenburg diese mit grüner Energie versorgen könne, so der Wirtschaftsminister.

© dpa
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